„Zwei neue Streckenrekorde und tolle Stimmung im Britzer Garten“
Berlin zeigte sich an diesem Wochenende erneut als deutsche „Laufhauptstadt“, da neben dem Berliner Frauenlauf auch die S25 und die Offenen Berlin-Brandenburgischen Meisterschaften im 10-km-Gehen und der Offene BBM-5-km-Lauf ausgetragen worden sind.


Die Gehveranstaltung fand zum dritten Mal (2021, 2023), die Laufveranstaltung zum zweiten Mal (2023) als Offene Berlin-Brandenburgische Meisterschaften mit zahlreichen deutschen Spitzenathleten im Britzer Garten statt.
Sowohl die 500-m-Pendelstrecke der Geher als auch die 2,5-km-Runde der Läufer/innen sind von John Kunkeler (AIMS-A-Grade-Vermesser und Marathonläufer mit einer PB von 2:26:48) amtlich vermessen worden und als „World Ranking Event“ gelistet.
Der Vorjahressieger über die 10 km, Jassam Abuel el Wafa/SV Halle, Deutscher U23-Meister 2024 (20 km Gehen), traf auf Leo Köpp (LG Nord Berlin), 22. Platz bei den Olympischen Spielen im 20-km-Gehen (2021) und 9. Platz Europameisterschaften im 20-km-Gehen (2022), und Cumali Arslan aus der Türkei.
In einem hochklassigen Wettkampf setzte sich der Berliner Leo Köpp schon kurz nach dem Start an die Spitze des Feldes und verteidigte diese bis zum Schluss gegen die hochklassige Konkurrenz. Leider verpasste der EM-Teilnehmer 2022 und 2024 (die EM findet in wenigen Wochen in Rom statt) eine bessere Zeit, da er, anstatt direkt in die Zielgasse zu gehen, nochmals in die Wendeschleife einkehrte und so 6 Sekunden verlor. Dennoch erlang er lt. worldathletics.org eine persönliche Bestzeit mit seiner Siegerzeit von 41:05 Minuten und stellte des Weiteren einen neuen Streckenrekord auf Jassam Abuel el Wafa und Cumali Arslan lieferten sich einen spannenden Zweikampf und errangen ebenfalls persönliche Bestzeiten. Der türkische Geher von der LG Erfurt wurde in 42:44 Minuten Zweiter und verwies den mehrfachen deutschen Jugendmeister aus Halle auf den dritten Platz. Jassam Abuel el Wafa war aber mit seiner neuen persönlichen Bestzeit von 42:57 Minuten dennoch sehr zufrieden. Vierter wurde der tschechische Geher Josef Smola.
In der Frauenkonkurrenz gingen Kylie Garreis (LG Vogtland) und Anne-Maria Gabriel (Eintracht Frankfurt) lange auf eine Zeit von unter 48:30 Minuten. Doch rote Karten und Penalty-Strafen durch unsauberes Gehen verhinderten die Jagd auf den neuen Streckenrekord und internationale Spitzenzeiten. Anne-Maria Gabriel (Eintracht Frankfurt) setzte sich am Ende in 52:10 Minuten vor Lea Anika Obenaus (SC Potsdam/53:26 Minuten) durch.
Den Startschuss zum 5-km-Meisterschaftslauf führte Horst Milde, langjähriger Race-Director des BERLIN-MARATHON, durch und er sah wie viele Zuschauer an der Strecke einen spannenden Wettkampf.
Waren es am Ende der ersten 2,5 km langen Laufrunde im Britzer Garten bei den Männern noch 5 Läufer an der Spitze des Läuferfeldes, steigerten Robin Schilff (SCC Berlin) und Felix Hüttig (LAC Olympia 88 Berlin) das Lauftempo und bogen zusammen auf die 300 Meter lange Zielgerade ein. In einem spannenden Zweikampf siegte am Ende Robin Schilff in 14:59 Minuten vor Felix Hüttig (15:03 Minuten). Dritter wurde Mark Rathsmann (SCC Berlin), welcher für die 5 km 15:16 Minuten benötigte.
In der Frauenkonkurrenz siegte Jana Soethout (Berlin Track Club) mit neuem Streckenrekord von 16:42 Minuten. Der 34-jährigen Läuferin gelang nach langer Laufpause im letzten Jahr beim Berlin-Marathon ein tolles Comeback. Sie lief dort mit 2:32:40 h ihre persönliche Bestzeit. In Valencia will sie im Dezember im Elitefeld diese Zeit verbessern. Felicia Körner (Berlin Track Club) blieb mit 16:55 Minuten wie auch Emma Waldschmidt (Berliner SV 1892) mit 17:14 Minuten unter dem alten Streckenrekord.
Das Sanitätshaus Schubach (Inhaber Dirk Mankowski, ehemaliger Fußballprofi u. a. Blau Weiß 90) stiftete zahlreiche Sachpreise für die Veranstaltung im Britzer Garten.
Der Berliner Leichtathletikverband und der Polizei SV Berlin freuten sich nicht nur über das läuferfreundliche Wetter, sondern auch über die Teilnehmeranzahl von fast 200 Aktiven.
Die Siegerehrung wurde durch den BLV-Präsidenten Andreas Statzkowski und den Präsidenten vom Polizei-SV Berlin, Alan Kamal, durchgeführt. An dieser Medaillenzeremonie war auch Christian Schieber beteiligt. Der ehemalige deutsche Spitzenläufer (u. a. 25 km in 1:20:33 h/1989 und 3000 Meter Hindernis in 8:32,87 Minuten/1986) war einer der ersten deutschen Tempomacher bei Langstreckenwettkämpfen. Beim Berlin-Marathon 1983 war er bis km 30 für das Tempo von Karel Lismont (zweifacher Medaillengewinner bei Olympischen Spielen) verantwortlich. Dieser gewann den Berlin-Marathon und Christian Schieber „joggte“ anschließend mit einer Zeit von 2:25 h ins Ziel. Der langjährige Trainer vom Polizei SV Berlin freute sich daher sehr, als er Horst Milde, langjähriger Race-Director des BERLIN-MARATHON, am letzten Samstag wieder traf.
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