Die Polizei SV Berlin Chronik 01.06.1921-31.12.2024
Fritz Steinmetz, eigentlich Friedrich Paul Steinmetz (* 10. Mai 1917 in Berlin; † 21. Juli 2008 in Kassel), war ein deutscher Leichtathlet, Sportfunktionär und Sporthistoriker. Fritz Steinmetz begann seine sportliche Karriere beim PSV Berlin.
Hans Woelke
Leichtathlet des Polizeisportvereins Berlin und der SG Orpo, gewinnt bei den Olympischen Spielen in Berlin 1936 die Goldmedaille im Kugelstoßen. Woelke war Deutscher Meister 1934 bis 1938, 1941 und 1942. Er bestritt 18 Länderkämpfe. Ernst Weber Leichtathlet des PSV Berlin. Als Trainer und Vater der Erfolge in den 60iger und 70iger Jahren gilt Ernst Weber. Er führte Jörg Balke als Trainer zu den Olympischen Spielen 1960 in Rom. Jörg Balke wurde mehrfacher deutscher Meister und wurde Siebenter der Olympischen Spiele 1960 in 1:47,5 min. Jahre-lang war der ehemalige mehrfache deutsche Marathonmeister auch DLV-Bundestrainer für den Bereich Marathon. Der ehemalige Berliner Sportlehrer war bei den Olympischen Spielen 1968 und 1972 in dieser Funktion tätig. Er war es auch, der 1975 den Polizei SV Lauftreff mit Dieter Erdmann und Helmut Schwarz auf-baute und der heute immer noch von Bärbel Lippert und Helmut Kersten weitergeführt wird. Zu seinem Gedenken wird seit 1997 der Ernst Weber Wanderpokal für die besten Sportler im Jugendbereich ausgetragen. Anfang der 80ziger Jahre stellte der Berliner Senat (Innensenator) und die Führung der Berliner Polizei aus Kostengründen die Förderung für leistungsstarke Sportler Polizisten ein und dieses bekam auch der Polizei SV deutlich zu spüren. Viele Leistungsträger verließen den Verein oder beendeten aus Altersgründen ihre sportliche Laufbahn.
Eric Walther
Internationale Aufmerksamkeit erlangte der Polizei SV durch den Weltmeistertitelgewinn im Modernen Fünfkampf durch Eric Walter. Eric Walther (* 13. März 1975 in Berlin) ist ein Moderner Fünfkämpfer aus Deutschland. Sein bisher größter Erfolg ist der Gewinn der Weltmeisterschaft 2003. Seine stärksten Disziplinen sind Schwimmen und Laufen.Eric Walther begann im Alter von 12 Jahren mit dem Modernen Fünfkampf. 1994 konnte er sich erstmals für eine Juniorenweltmeisterschaft qualifizieren. Im gleichen Jahr machte er sein Abitur und ging zur Sportfördergruppe der Bundeswehr. In den ersten Jahren im Seniorenbereich war es schwer für ihn den Anschluss an die Weltspitze zu schaffen. Er konnte sich jedoch stetig verbessern und qualifizierte sich im Jahr 2000 für seine ersten Olympischen Spiele in Sydney. Bei der WM 2002 in San Francisco gewann er im Einzel die Bronzemedaille. Es war die erste Fünfkampf-Medaille eines Deutschen Mannes bei einer Weltmeisterschaft seit über 50 Jahren. Im gleichen Jahr wurde er auch Weltmeister mit der Staffel. Ein Jahr später gelang ihm dann der ganz große Coup. Bei der WM in Pesaro holte er sich als erster Deutscher den Weltmeistertitel im Modernen Fünfkampf. In einem sehr spannenden Wettkampf konnte er den Schweden Erik Johansson auf der Zielgeraden abhängen und gewann Gold. Bei den Olympischen Spielen in Athen war er dann nicht ganz so erfolgreich. Als Medaillenanwärter gestartet, konnte er seine Ambitionen nach dem Schießen und Fechten eigentlich schon begraben und musste am Ende mit Platz 7 zufrieden sein. Die nächste Saison verlief dann wieder erfolgreicher für Eric Walther. Nach dem Weltcupsieg in Athen und dem 3.Platz beim Weltcupfinale in Uppsala konnte er als erster Deutscher die Saison auf Platz 1 der Weltrangliste beenden. Bei den Olympischen Spielen 2008 in Peking belegte Walther den 16. Platz. Karriereende 2010.
Im Seniorenbereich baute zum Ende des neuen Jahrhunderts Heinz Mittmann (ehemaliger Berliner Spitzenlangläufer) eine Geherabteilung im Verein auf und erzielte mit seinen Athleten hervorragende Erfolge. Seit 2007 werden auch wieder Kinder –und Jugendliche im Verein leistungsorientiert durch Heinz Mittmann (Gehen) und Christian Schieber (Polizei-Europameister 1983 über 3000 Meter Hindernis) gefördert und der Verein erhofft sich dadurch langfristig wieder an Erfolge der Vergangenheit anknüpfen zu können.
Emilia Lehmeyer (TOMMASINO) (* 11. April1997 in Berlin)
Lehmeyer startete 2015 bei den in Jena stattfindenden Deutschen Jugend-Meisterschaften im 5000-Meter-Bahngehen. Dort wurde sie in einer Zeit von 24:10,93 min Deutsche Vizemeisterin der Altersklasse der weiblichen Jugend U20 hinter Annika Brembach. Bei den Deutschen Meisterschaften der Erwachsenen im gleichen Jahr belegte sie in 24:06,47 min den dritten Platz. 2016 nahm Lehmeyer an den Deutschen Jugend-Meisterschaften in Mönchengladbach teil. Sie belegte im 5000-Meter-Bahngehen in einer Zeit von 22:55,68 min den zweiten Platz in der Altersklasse der weiblichen Jugend U20 hinter Teresa Zurek.
Lehmeyer startete 2015 bei den in Naumburg (Saale) stattfindenden Deutschen Meisterschaften im 10-km-Gehen. In der Altersklasse der weiblichen Jugend U20 wurde sie Deutsche Jugend-Meisterin. Diesen Titel konnte sie im darauffolgenden Jahr erfolgreich verteidigen.
2017 wurde Lehmeyer bei den in Naumburg (Saale) stattfindenden Deutschen Meisterschaften im 20-km-Gehen erstmalig Deutsche Meisterin in der Altersklasse der Aktiven. Sie gewann die Meisterschaft vor Saskia Feige in einer Zeit von 1:36:20 h. Aufgrund dieser Leistung wurde Lehmeyer 2017 für die Leichtathletik-U23-Europameisterschaften in Bydgoszcz (Polen) nominiert. Dort belegte sie im 20-km-Gehen in neuer persönlicher Bestzeit von 1:34:23 h den sechsten Platz.
Lehmeyer konnte 2018 bei den in Naumburg (Saale) stattfindenden Deutschen Meisterschaften im 20-km-Gehen ihren Titel als Deutsche Meisterin erfolgreich verteidigen und belegte vor Saskia Feige und Teresa Zurek den ersten Platz. Alle drei Geherinnen erfüllten damit die Norm für die im gleichen Jahr stattfindenden Heim-Europameisterschaften in Berlin. Dort belegte Lehmeyer im 20-km-Gehen in einer Zeit von 1:32:36 h den 14. Platz und war damit die beste deutsche Athletin in dieser Disziplin.
2019 belegte Lehmeyer bei den in Naumburg (Saale) stattfindenden Deutschen Meisterschaften im 20-km-Gehen hinter Saskia Feige den zweiten Platz. Sie qualifizierte sich damit für die im gleichen Jahr stattfindenden U23-Europameisterschaften in Gävle (Schweden), musste ihren Start allerdings absagen.
Lehmeyer startete bis Ende des Jahres 2019 für den Verein Polizei SV Berlin.
Trainingsgruppe Christian Schieber
Vom Lebensläufer bis zum Weltklasseathleten – Polizei SV Berlin (bastionbytes.de)
In den letzten 25 Jahren hat sich in der Laufgruppe vom Polizei SV Berlin sehr viel verändert. Im Jahr 2000 umfasste diese fast 30 aktive Läufer und Läuferinnen und war mit einigen sehr leistungsstarken Aktiven wie Erik Habermann, Cathleen Thiele, Roland Weber, Eric Walther (Weltmeister im Modernen Fünfkampf), sowie wie an internationalen Senioren-Meisterschaften teilnehmenden Läufern wie „Willi“ Köhnke und Andrej Woiczik „bestückt“. Beim Berlin-Marathon gingen zu dieser Zeit 12-18 Marathonnis aus unserem Verein an den Start und zahlreiche „Sub 3“ wurden erzielt. Erik, Roland und Eric liefen die 10 km zwischen 31 und 34 Minuten und Cathleen erreichte mit Andrej als Pacemaker 2004 als Berlin-Brandenburgische Meisterin eine 37:46. Doch die Zeiten ändern sich……